Category Archives: Jaitapur

Dokumentarfim “Jaitapur Live” auf Tour

Ein Film von Pradeep Indulkar, Englisch mit deutschen Untertiteln, 33 Minuten. Der Film dokumentiert den Widerstand gegen das geplante AKW Jaitapur mit vielen Originalaufnahmen auch aus der Vor-Fukushima-Zeit.

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Reise zu den Brennpunkten der indischen anti-AKW-Bewegung – Kudankulam und Jaitapur

Idinthakarai_Januar_2015Im westindischen Jaitapur und in Kudankulam an der Südspitze Indiens entstanden schon vor Fukushima Massenbewegungen gegen AKWs. Der Staat reagierte mit Repression und Gewalt. Demonstrierende Atomkraft-Gegner wurden erschossen. AktivistInnen und ausländischen JournalistInnen wurde der Zugang zu den Zentren der Bewegung verweigert. Im Januar und Februar dieses Jahres reisten Petra und Peter nach Jaitapur und Kudankulam. Sie konnten sich von der Staatsmacht unbehelligt bewegen, mit Menschen vor Ort sprechen und einen Geigerzähler überbringen. Petra und Peter berichten von ihren Begegnungen mit Menschen an den beiden Standorten und der aktuellen Situation der anti-AKW-Bewegung in Indien.

… weiterlesen anti atom aktuell Teil 1 (Kudankulam), Teil 2 (Jaitapur).

Demo gegen AKW Jaitapur – AKW-GegnerInnen folgen hindunationalistischer Partei

Am 19.März 2015 demonstrierte die rechtsextreme, hindunationalistische Partei „Shiv Sena” in der Bezirkshauptstadt Ratnagiri gegen das AKW Jaitapur. Die lokale Widerstandsbewegung, die ihren Schwerpunkt im muslimischen Fischerdorf Sakhri Nate hat, unterstützte die Shiv-Sena-Demonstration.

Demo Ratnagiri, 19.März 2015

Demo in Ratnagiri am 19.März 2015

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Neuer Film: Nuclear Lies – Atomlügen

NuclearLies

Bild: © Nuclear Lies

Der Dokumentarfilm „Nuclear Lies“ deckt die furchtbaren Missstände rund um indische Atomanlagen auf. Mit Lügen werden die Menschen manipuliert, mit Polizeigewalt zum Schweigen gebracht.

Der 72-minütige Film nimmt uns mit auf eine Reise zu verschiedenen Standorten der Atomindustrie in Indien – angefangen bei einer Uran-Mine über die derzeit größte geplante Nuklearanlage der Welt in Jaitapur an der Westküste bis hin zu den beiden Reaktorblöcken bei Kudankulam an der Südspitze Indiens.

Dabei stellt Regisseur Praved Krishnapilla weniger die ökonomischen Zusammenhänge in den Vordergrund, sondern widmet sich vielmehr den Stimmen und Perspektiven der Betroffenen und ihrem persönlichen Kampf ums Überleben.

Der Film geht 2015 in den Kino-Verleih. Anti-Atom-Gruppen können den Film (mit deutscher Synchronisation) ab März 2015 beim Waldviertler EnergieStammtisch beziehen.

Vom Widerstand zum Protest – Die Anti-AKW-Bewegung unter Modi

Mit den Wahlen im Mai dieses Jahres ist die Bewegung gegen die Atomkraftwerke in Indien abgeflaut. Nach Niederlagen in Kudankulam und Jaitapur wurde der Widerstand durch die Fokussierung auf die Wahlen weiter geschwächt. Mit Modi hat das nichts zu tun. Dieser verkündete zwar, das Atomprogramm in vollem Umfang umsetzen zu wollen, wirkliche Fortschritte konnte er aber bislang nicht erzielen. In der Auseinandersetzung um die Atomkraft in Indien ist eine vielleicht trügerische Ruhe eingetreten.

… weiter auf anti atom aktuell.

Nachtrag:

Shiv Sena weiterhin gegen AKW Jaitapur. Udayakumar aus AAP ausgetreten. Continue reading

Areva und BPR reagieren empfindlich auf Anti-Atom-Proteste

AktivistInnen aus Deutschland und Indien wollten dem Betriebsrat bei Areva in Offenbach und den Beschäftigten bei BPR in Esslingen einen Appell aus Jaitapur übergeben. In diesem Appell werden die bei Areva und BPR Beschäftigten aufgefordert, nicht länger für Atomkraft zu arbeiten. Areva rief die Polizei, BPR Esslingen distanzierte sich vom Atomgeschäft der BPR.

Weiterlesen: Bericht und Dokumentation auf Netzwerk IT

EsslingenDemo_24.10.14

Demo zur BPR in Esslingen Berkheim

Lähmung der Anti-AKW-Bewegungen nach der Wahl

Kurz nach der Wahl kursierten Gerüchte, die neue Regierung unter Modi werde den Ausbau der Atomenergie hintan stellen. Inzwischen lässt Premier Modi keine Zweifel, dass er das Atomprogramm der Vorgängerregierung mit aller Macht umsetzen wird. Die Anti-AKW-Bewegungen haben dem wenig entgegen zu setzen – aus Widerstand wird Protest.

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Endlich: Keine Hermesbürgschaften für AKWs

Die Bundesregierung will künftig für den Bau von AKWs keine Hermesbürgschaften gewähren (Pressemitteilung Wirtschaftsministerium). Areva bekommt demnach auch keine Bürgschaft für den Bau der AKWs in Jaitapur.

Für Atomforschung und sogenannte Sicherheitstechnik in Bestands-AKWs soll es dagegen weiterhin Bürgschaften geben. Damit könnte Areva noch in den Genuss von Bürgschaften kommen, etwa für den Export der „Sicherheitsleittechnik” Teleperm XS. Der Kernfusionsreaktor ITER in Frankreich wird weiter gefördert (Spiegel).

Urgewald begrüßt das Ende der AKW-Bürgschaften und fordert, nun auch die bilateralen Atomabkommen mit Brasilien, Indien, Argentinien, Ägypten, Rumänien, Südkorea und Indonesien  zu kündigen.

Die Wahlen in Indien – Ein Desaster auch für Atomkraft-GegnerInnen

Narendra Modi von der hindu-nationalistischen BJP verfügt im neuen indischen Parlament über die absolute Mehrheit. Zu den Verlierern der Wahl gehören auch die Anti-Atom-Bewegungen. Im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu haben AktivistInnen aus der Bewegung gegen das AKW Kudankulam für die Anti-Korruptionspartei AAP kandidiert. Aus Protest gegen das AKW Jaitapur hat die muslimische Gemeinde Sakhri Nate hindu-nationalistisch gewählt. Wahlboykott war in den Anti-AKW-Bewegungen kein Thema. Keine guten Aussichten, Repression und innere Zerreißprobe drohen.

Weiterlesen in der Graswurzelrevolution …